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Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen hat die Förderung internationaler Künstler:innen und Autor:innen durch die Organisation eines Residenzprogramms zur Aufgabe.

Towards Perma-Cultural Institutions: Exercises in Collective Thinking
11. — 18. Juli 2022

Das Seminar nimmt das Konzept der Permakultur als Ausgangspunkt für ein neues Denken über die Funktionalität künstlerischer Systeme und die verschiedenen Arten von Kunstinstitutionen. Ziel ist es, die Lehre über Pflanzen und Permakultur, die bisher vor allem als Ausstellungsinhalt diente, in die Strukturen der Kulturarbeit einzubringen, um die kuratorische Praxis zu beeinflussen: Wie kann die Ethik der Permakultur (Earthcare, Peoplecare und Fairshare) eine nachhaltige Transformation von Kunstinstitutionen anstoßen, die über eine oberflächliche Anwendung ökologischer Prinzipien hinausgeht?

 

Neben Hauptvorträgen, die online zugänglich sind, gibt es auch eine offene Veranstaltung für Interessierte, Künstler:innen und Kulturschaffende, um Inhalte verfolgen und mit den Akteur:innen in Austausch treten zu können.

Lebensraum Künstlerdorf – Von der Natur lernen
1. März — 31. Juli 2022

Ausgelöst durch die Klimakrise sowie gesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen werden etablierte Strukturen vermehrt in Frage gestellt.

 

Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen befasst sich mit Fragen einer alternativen Unternehmenskultur bezogen auf ihr Residenzprogramm. Dabei werden Innen- und Außenraum zusammengedacht und Aspekte von nachhaltigeren und gerechteren Kreisläufen einbezogen. Während des Projektes wird ein gemeinschaftlicher Nutzgarten angelegt, ein Zusammenhang zur Programmgestaltung hergestellt und ein Leitfaden entwickelt, der Fragen zur Mobilität, zum Umgang mit Ressourcen und den, im Künstlerdorf angesiedelten, temporären Gemeinschaften, regelt.

 

installation: Stefanie Manhillen, photo: Seweryn Zelazny
installation: Gili Avissar, photo: Meike Reiners
Aktuelle Stipendiat:innen

Visuelle Kunst

Sophia Bauer, Federico Clavarino, Gina Dargan, Danny Daoud, Verena Friedrich, Yoeri Guépin, Bethan Hughes, Mohammad Reza Jahanpanah, Ona Juciūtė, Franziska Klose, Lucila Mayol Pohl, Anna Melnykova, Gil Mualem-Doron, Alina Nosow, Sebastian, Roitter Pavez, Nolwenn Salaün, Evangelia Spiliopoulou, Catharina Szonn, Agata Szymanek, Kai-Hendrik Windeler

 

Komposition

Feliz Anne Macahis, Mert Morali, Eiko Tsukamoto

Aktuelle Stipendiat:innen

Literatur

Janhavi Acharekar, Natalja Althauser, Kerstin Becker, Louis Bertony, Marian Bull, Grashina Gabelmann, Neïtah Janzing, Azadeh Karami, Christina Kettering, Myriam Khouri, Ilija Matusko, Jamie McGhee, Mia Raben, Vera Vorneweg, Luna Thadwell

Kurzdarstellung

 

Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen vergibt jährlich rund 40 Arbeitsstipendien in den Bereichen Visuelle Kunst, Literatur und experimentelle Komposition. Seit der Gründung des Künstlerdorfs im Jahr 1989 wurden insgesamt etwa 800 Künstler:innen und Autor:innen gefördert. Die Stipendien sind mit einem Aufenthalt im Künstlerdorf von jeweils zwei bis sechs Monaten verbunden. Alle Stipendien werden international und ohne Altersbeschränkung ausgeschrieben. Die Auswahl der Stipendiat:innen erfolgt durch Fachjurys, die turnusmäßig neu besetzt werden.

 

Das vom Künstlerdorf gestaltete Programm bietet die Möglichkeit, regelmäßig Einblicke in künstlerische Prozesse zu erhalten und in einen persönlichen Austausch mit den Stipendiat:innen zu kommen. Neben den fortlaufenden Veranstaltungen organisiert das Künstlerdorf jährlich das Kurator:innenprogramm CAP, mit dem Ziel, zeitgemäße Strategien und Strukturen für künstlerische Produktionen zu entwickeln und Umsetzungsfragen zu klären.

 

Zum Ende eines jeden Jahres erscheint eine Publikation, die Dokumentationen der Aufenthaltsstipendien, des fortlaufenden Programms sowie des Kurator:innenprogramms umfasst. Eine Jahresedition dient der Unterstützung der Arbeit des Künstlerdorfes.

 

Um den Austausch der Stipendiat:innen auch über die Residenzaufenthalte hinaus nachhaltig zu fördern, besteht im Rahmen des Alumni-Programms grundsätzlich die Möglichkeit, das Künstlerdorf als Gast zu besuchen oder in späteren Projekten mitzuwirken. Diese Option erfolgt nach Absprache beziehungsweise auf Einladung.