Programm
Lebensraum Künstlerdorf – Von der Natur lernen
1. März — 31. Juli 2022

Ausgelöst durch die Klimakrise sowie gesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen werden etablierte Strukturen vermehrt in Frage gestellt.

 

Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen befasst sich mit Fragen einer alternativen Unternehmenskultur bezogen auf ihr Residenzprogramm. Dabei werden Innen- und Außenraum zusammengedacht und Aspekte von nachhaltigeren und gerechteren Kreisläufen einbezogen. Während des Projektes wird ein gemeinschaftlicher Nutzgarten angelegt, ein Zusammenhang zur Programmgestaltung hergestellt und ein Leitfaden entwickelt, der Fragen zur Mobilität, zum Umgang mit Ressourcen und den, im Künstlerdorf angesiedelten, temporären Gemeinschaften, regelt.

 

Als Teil dieses Prozesses wurde der Künstler Yoeri Guépin, der mit Gärten als künstlerischem und sozialem Medium arbeitet, dazu eingeladen, in das Ökosystem des Künstlerdorfs einzugreifen.
„Indem ich Verbindungen zwischen aktuellen und vergangenen Funktionen des Künstlerdorfs herstelle, möchte ich neuartige Ökosysteme initiieren, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der künstlerischen Infrastruktur funktionieren. Gärten sind dazu in der Lage, Gemeinschaften um Pflanzenarten herum zu bilden. Daraus ergeben sich nachhaltige Strukturen der Fürsorge, die unsere Co-Abhängigkeiten mit anderen Organismen aufzeigen und (Ver-)Lernen ermöglichen.“

 

Im April und Mai 2022 erweitern die Stipendiatinnen Ona Juciūtė, Nolwenn Salaün, Agata Szymanek und Evangelia Spiliopoulou (virtuelle Teilnahme) das Projekt um ihre künstlerischen Perspektiven und individuellen Erfahrungen.

 

 

Das Projekt findet in Kooperation mit der Sekundarschule Horstmar Schöppingen und der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster statt und wird gefördert durch das Regionale Kultur Programm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, das Kultursekretariat Gütersloh sowie dem Förderverein der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Die Residenzstipendien werden gefördert durch i-Portunus Houses. Das Pilotprojekt i-Portunus Houses wird im Auftrag der Europäischen Kommission umgesetzt. Das von der European Cultural Foundation (Amsterdam) koordinierte Konsortium i-Portunus Houses umfasst MitOst (Berlin) und die Kultura Nova Foundation (Zagreb).